Stiftungsvorstand Joachim von der Osten gratuliert Geschäftsführerin Janka Fleshman. Foto: Gunnar Schulz-Achelis

15 Jahre alt ist die soziale Einrichtung

15 Jahre alt ist die soziale Einrichtung „Herbst-Zeitlos“ mit über 200 ehrenamtlichen Alltagshelfenden in und nördlich von Hannover geworden. Zum Jubiläum hielt Geschäftsführerin Janka Fleshman am Mittwoch, 24. April, es einen Fachvortrag in Neustadt zum Thema: „Ambulante Versorgung von Menschen mit einer Demenzerkrankung“.

In dem Vortrag wies sie auf viel Hilfemöglichkeiten für hilfsbedürftige Menschen für ein möglichst selbstbestimmtes Leben hin, auch auf die Arbeit der ehrenamtlichen Alltagshelfenden, die 340 Menschen im Alltag unterstützen und damit pflegende Angehörige entlasten.

Zum Auftakt gratulierte aber zunächst der Vorstand der Stiftung St. Nicolaistift, zu der jetzt Herbst-Zeitlos als „Tochter“ gehört, Joachim von der Osten: „Es ist gewaltig, was da geleistet wird“ zollte er den Ehrenamtlichen Respekt und dankte zugleich für die ergänzende Unterstützung, die so Kund:innen und Bewohner:innen in den Häusern der Stiftung in der Region zuteil werde.

In ihrem Vortrag skizzierte Fleshman die drei Phasen der Demenz. Oft werde die Krankheit von den Betroffenen nicht anerkannt und eingestanden und Hilfen seien daher nicht einfach. Wichtig sei ein Hilfenetzwerk aufzubauen, Informationen einzuholen und die Diagnose des Hausarztes. Daraufhin kann es eine Einstufung des Pflegefallgrades geben und damit auch eine ganze Reihe vom finanziellen Hilfen. Die Ehrenamtlichen von Herbst-Zeitlos könnten die Angehörigen entlasten, bestimmte Gänge zum Arzt oder Behörden begleiten, aber auch etwas vorlesen oder gemeinsam spielen. So kommen zuweilen neue Ideen und Handlungsansätze in ein vielleicht eingefahrenes Beziehungsgeflecht im Haus.

Weiterhin wies Fleshman auf Angebote wie Tagespflege gegen Vereinsamung bishin zu sogenannter 24-Stunden-Pflege hin. Auch weitere Hilfsangebote wie Hausnotruf, Bringdienste, Hilfe bei der Gartenpflege oder Fensterreinigung nannte sie. 

Sodann erläuterte sie die Kriterien der Pflegegradeinstufung und die Fülle der verschiedenen finanziellen Hilfen.

Als nächstes steht im Jubiläumsjahr der Dankeabend für die „Alltagsengel“ auf dem Programm.